Das Kolleg ist tot! Es lebe das Kolleg!
Wie eine Lerngemeinschaft zusammenhält
Foto:
Benjamin Wagner
Ein guter Start
Seit 1991 erarbeiteten sich zahlreiche Menschen am Treptow-Kolleg einen besseren Schulabschluss, um ihre berufliche Situation zu verbessern. Doch das, was oft auf viele Schulen zutrifft, kann nicht auf dieses Kolleg angewandt werden. Es ist nicht einfach nur eine Station zu einem höheren Ziel. Das Treptow-Kolleg selbst wurde selbst zum Zentrum einer Lerngemeinschaft, das sich gleichzeitig auch als Kulturzentrum betrachten lässt. Kaum eine andere Bildungsform kann von sich behaupten, dass die Lernenden gern zur Schule kommen, selbst über den eigentlichen Unterricht hinaus. Genau so ist das im Zweiten Bildungsweg, und besonders am Treptow-Kolleg Berlin.
Hier treffen durchaus verschiedene Generationen, aber auch Ideologien aufeinander. Doch genau das ist es, was das Kolleg so einzigartig macht. Und nicht nur das, sondern gerade auch der Umstand, dass sich alle gegenseitig beeinflussen. Bis auf wenige Ausnahmen auch immer positiv. So finden hier am Treptow-Kolleg sogar die Leute zusammen, die sich sonst normalerweise niemals die Hand geben würden. Warum ist das so? Weil das Kolleg und seine Idee genau die Bedürfnisse befriedigt, die keine politische Partei, die kein Stammtisch, die keine herkömmliche Interessengruppe für sich positiv beanspruchen könnte.
Hier treffen durchaus verschiedene Generationen, aber auch Ideologien aufeinander. Doch genau das ist es, was das Kolleg so einzigartig macht. Und nicht nur das, sondern gerade auch der Umstand, dass sich alle gegenseitig beeinflussen. Bis auf wenige Ausnahmen auch immer positiv. So finden hier am Treptow-Kolleg sogar die Leute zusammen, die sich sonst normalerweise niemals die Hand geben würden. Warum ist das so? Weil das Kolleg und seine Idee genau die Bedürfnisse befriedigt, die keine politische Partei, die kein Stammtisch, die keine herkömmliche Interessengruppe für sich positiv beanspruchen könnte.
Letzte Held:innen
Heute fanden sich die Lernenden, ihre Familie, Freunde sowie Lehrkräfte und die Schulleitung ein, um nicht nur den letzten Jahrgang des Treptow-Kollegs ins Abitur zu verabschieden, sondern auch, um ein Zeichen zu setzen. Denn dieser Jahrgang ist kaum wie ein anderer. Er steht einerseits für die Leistungen, die die Lernenden erbrachten, gleichzeitig aber auch dafür, welche soziale Stellung die Lehrkräfte haben. Selten gab es so innige Momente des Abschieds und der Freude zwischen Lernenden und Lehrkräften. Kaum war der Wehmut größer als heute. Wir alle blicken zurück auf wundervolle Jahre des Lernens. Nicht nur für das persönliche Abitur, nein, für Begegnungen, für Freundschaften.

Ich selbst kann mich nicht erinnern, schon einmal eine solche Beziehung zu einer Schule und seinen "Aktoren" entwickelt zu haben. Lernende und Lehrkräfte liegen sich in den Armen, als seien sie die besten Freunde. Und wahrscheinlich sind sie es auch. Wenn gleich der Weg zum Abitur nicht immer leicht war, so haben auf diesem Weg nicht nur die Lernenden, sondern auch die Lehrenden profitiert. Von Wissen, von Engagement, von der Bereitschaft, mehr zu tun, als nur das, was nötig ist.

Links: Veit. Rechts: Ben
Ich selbst kann mich nicht erinnern, schon einmal eine solche Beziehung zu einer Schule und seinen "Aktoren" entwickelt zu haben. Lernende und Lehrkräfte liegen sich in den Armen, als seien sie die besten Freunde. Und wahrscheinlich sind sie es auch. Wenn gleich der Weg zum Abitur nicht immer leicht war, so haben auf diesem Weg nicht nur die Lernenden, sondern auch die Lehrenden profitiert. Von Wissen, von Engagement, von der Bereitschaft, mehr zu tun, als nur das, was nötig ist.
Ein Blick in die Zukunft
Ich habe vor 10 Jahren schon einmal einen Blick in die Zukunft gewagt. Das Ergebnis war kaum berauschend. Doch, wenn ich dies heute tue, insbesondere mit Blick auf das nun scheidende Kolleg, dann weiß ich:

Die Lehrkräfte, die sich im Herzen der Lernenden verdient machten, die werden auch heute noch am Standort des Kollegs zu finden sein. Und dazu zählt auch insbesondere die Schulleitung, die viele genau da förderte, wo es notwendig war, oder sagen wir, wo es sinnvoll war. Denn das macht den Unterschied. Wo andere keinen Sinn sehen, fördert das Kolleg Potentiale. Und das weit über den eigentlichen Lehrauftrag hinaus.

Links: Herr Thomas. Rechts: Ben
Die Lehrkräfte, die sich im Herzen der Lernenden verdient machten, die werden auch heute noch am Standort des Kollegs zu finden sein. Und dazu zählt auch insbesondere die Schulleitung, die viele genau da förderte, wo es notwendig war, oder sagen wir, wo es sinnvoll war. Denn das macht den Unterschied. Wo andere keinen Sinn sehen, fördert das Kolleg Potentiale. Und das weit über den eigentlichen Lehrauftrag hinaus.
Alles Gute
Zum Schluss wollen wir gemeinsam denen alles Gute für die Zukunft wünschen, die heute ihren Abschluss am Kolleg gemacht haben. Leider kenne ich nicht alle persönlich, doch denen, die ich kenne, möchte ich sagen: "Ihr habt etwas großes geleistet! Gebt dieses Gefühl weiter! Und lasst es auch denen wissen, die ich leider nicht persönlich kennen lernen dufte".
Mit den besten Grüßen
Euer Ben
Mit den besten Grüßen
Euer Ben
03.07.2026 | Blog
Verfasst von: BWA